Insgesamt 9 Hektar Achtung! Forst - 4 Fragen an den Gründer und CEO von Achtung!

Mirko Feld V2 Header

Achtung! kauft weitere 6 Hektar Land und forstet sie auf. Warum investiert die Achtung! Familie in die Aufforstung? Und warum in Norddeutschland?

Wir haben uns überlegt, was unser Beitrag zum Klima- und Umweltschutz gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und unseren Kunden sein kann. Wir wollten über das Selbstverständliche wie den Verzicht auf Reisen hinausgehen. Unser CFO Thorsten Beckmann hatte schließlich die Idee zum Achtung! Forst, zu einem Projekt also, das alle einbindet und das vielleicht auch andere inspiriert. Die Idee hat uns sofort elektrisiert. Und offenbar auch andere. Denn es melden sich immer wieder Unternehmen und Agenturen bei uns und erkundigen sich, wie wir das genau machen und worauf dabei zu achten ist. Wir haben versprochen, dass wir jährlich 10 Prozent unseres Jahresgewinns in den Kauf und die Aufforstung von zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen investieren. Und das tun wir in Norddeutschland, denn unsere Mitarbeitenden am Hauptstandort Hamburg sollen ja beim Pflanzen und bei der Pflege helfen können. Ich träume davon, dass wir – wenn der Wald erst einmal gewachsen ist – auch Waldtouren für Kinder und Familien von Mitarbeitenden anbieten können. Die sollen dann einen kleinen Ausflug zu „ihrem“ Achtung! Forst machen und dort Natur erleben können.

Du hast ja vergangenes Jahr bei der Pflanzaktion auf unserer ersten 3-Hektar-Fläche in Braak bei Hamburg selbst mit angepackt. Wie war es?


Sich körperlich anzustrengen, um Löcher zu graben und dann Setzlinge zu pflanzen, die fortan wachsen und zu Bäumen und schließlich zu einem Wald werden, schafft eine tiefe Befriedigung. Man trägt dazu bei, etwas zu schaffen, das bleibt. Nach unserer Pflanzaktion bin ich abends erschöpft, aber auch glücklich ins Bett gefallen.

Wie wirkt das Forstprojekt nach innen?


Ich beobachte, dass sich Mitarbeitende stark damit identifizieren. Jede und jeder bei uns weiß, dass die eigene Tätigkeit dazu beiträgt, am Ende des Jahres wieder weitere Flächen kaufen und aufforsten zu können. Das wirkt sinnstiftend. Das Projekt schafft auch Stolz und eben Identifikation. Wir sind halt die Agentur mit dem eigenen Forst. Das ist was Besonderes.

Gibt es auch Herausforderungen?

Ja, die gibt es. Sogar eine ganze Reihe. Zum einen stellen die gestiegenen Flächenpreise eine Herausforderung dar. Wir wollen ja schließlich nicht viel Geld in die Fläche an sich, sondern lieber in Bäume investieren. Deshalb sind wir dieses Mal auch auf Heide in Dithmarschen ausgewichen. Die Preise rund um Hamburg sind uns zu hoch geworden. Wir wollten aber mit dem Projekt aus besagten Gründen unbedingt in Norddeutschland bleiben. Oder anders: Einer Buche ist es schließlich egal, ob sie bei Hamburg oder bei Heide Sauerstoff produziert und CO2 assimiliert. Sie trägt hier wie dort zum Schutz unseres Klimas und zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Sie direkt bei Hamburg zu pflanzen, ist nur eben viel teurer. Eine andere Herausforderung: Flächen zu kaufen, um sie umzuwidmen und aufzuforsten, ist in Deutschland ein kompliziertes Unterfangen. Da reden allerhand Akteure mit und müssen zustimmen. Der Aufwand ist groß. Aber das ist es uns wert.